Artists

Artists

Rey & Kjavik

,

Einige Jahre wussten nur Besucher seines Live-Acts, dass es sich bei Rey & Kjavik nicht etwa um ein isländisches Duo, sondern um einen Solokünstler handelt. In dieser Zeit entwickelte sich der Frankfurter Produzent und DJ zum nicht wegzudenkenden Bestandteil der internationalen House Szene. Zum einen ist da eine nicht abreißende Serie aufsehenerregender Hits wie „Hwmym“, „Face It“ oder „Baba City“. Mit ihren packenden Basslines tauchen seine Tracks ganz und gar in die Nacht ein. Sein Melodiegespür und seine oft selbst eingesungen Vocals entwickeln eine Emotionalität, die dafür sorgt, dass die Tracks nicht bloß DJ-Futter sind, sondern im Hirn und im Herzen der Hörer hängen bleiben. Zum anderen ist da die Bühnenpr.senz des Frankfurter Producers und DJs, der bei aller Entschiedenheit doch immer eine bestimmte Einfühlsamkeit der Crowd gegenüber ausstrahlt. Rey & Kjavik trat in den meisten der maßgeblichen Clubs und Festivals Europas auf, er spielte in San Francisco, in Los Angeles, in der Türkei, in Russland oder in Singapur. Als vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere trat er 2015 und 2016 auf dem Festival der Festivals, dem Burning Man, auf.

Gerade ist sein Debütalbum “Rkadash“auf Katermukke erscheinen. womit ein ein zweites, neues Kapitel in Rey & Kjavik’s musikalischen Schaffen. Eine äußere Motivation gab es für diesen Bruch nicht. Wie kam es also zu diesem neuen Impuls? Durch das Reisen. Die Reisen an Orte wie Istanbul, New York und San Francisco, aber auch in Länder wie die Ukraine oder Georgien, veränderten seine Perspektive auf das eigene Leben und lehrten ihm eine neue Bescheidenheit. Er begriff auf diesen Reisen, dass er die Gäste auf einer anderen, tiefgründigen Ebene mit seiner Musik erreichen konnte. Das erste prägende Erlebnis dieser Art war sein Burning Man Gig 2015 bei „The Kazbah“. Auf dem Rückweg von dort verarbeitete er, was ihn an diesem unvergleichlichen Ort in der Wüste bewegt hat zu einem ersten Stück Musik, zu „Playa Sunset“, das einer der Höhepunkte des Albums ist.

In Frankfurt zögerte er noch einige Zeit, diesen Sound weiter zur verfolgen. Denn der war so weit vom dem entfernt, was er bis zu diesem Punkt produziert hatte. Zum einen sind die neuen Tracks langsamer und emotionaler, zum anderen verarbeiten sie Musik aus der ganzen Welt, aus Indien etwa und aus verschiedenen arabischen Ländern. „Eine knüppelharte Bassline und super Breaks, das kapiert jeder.“, erklärt er: „Aber mit einer Musik, die die Gäste in solch einem Kontext überhaupt nicht kennen, auf eine emotionale Reise zu gehen, das ist für mich ein anderer Anspruch.“ Er wusste, dass er auf dem richtigen Weg war, als er vergangenen Sommer auf der Robot-Heart-Bühne im dramatischsten Moment des Burning Man-Festivalsnachdem der große Tempel abgebrannt wurde spielte – und sein Sound dort auf eine enorme Begeisterung stieß. Das war quasi die emotionale Bestätigung für den „neuen“ Rey & Kjavik und das Album „Rkadash“!